Ratgeber

Rechnung als Kleinunternehmer schreiben

Was auf die Rechnung gehört, wie der Hinweis auf § 19 lautet und was seit 2025 für E-Rechnungen gilt.

Kurz: Keine Umsatzsteuer ausweisen. Einen Satz zu § 19 UStG auf die Rechnung schreiben. Dazu Name und Anschrift beider Seiten, deine Steuernummer, das Datum, die Leistung und der Betrag.

Wer Kleinunternehmer ist

Kleinunternehmer nach § 19 UStG ist, wer im Vorjahr höchstens 25.000 € Umsatz gemacht hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet. Diese Grenzen gelten seit dem 1. Januar 2025.

Überschreitest du im laufenden Jahr die 100.000 €, endet die Regelung sofort: Schon der Umsatz, mit dem du die Grenze reißt, ist umsatzsteuerpflichtig.

Was auf der Rechnung stehen muss

Für Kleinunternehmer gilt seit 2025 eine eigene, kürzere Liste (§ 34a UStDV):

Eine fortlaufende Rechnungsnummer, der Leistungszeitraum, ein Zahlungsziel und deine Bankverbindung gehören in der Praxis ebenfalls dazu. So findest du die Rechnung wieder, und der Kunde weiß, wohin er bis wann zahlen soll.

Der Hinweis auf § 19

Einen festen Wortlaut gibt es nicht. Üblich ist ein Satz wie:

Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

Wichtig ist, was fehlt: kein Steuersatz, kein Steuerbetrag, kein „inkl. MwSt.“. Wer als Kleinunternehmer Umsatzsteuer auf die Rechnung schreibt, schuldet sie dem Finanzamt (§ 14c UStG).

E-Rechnung: Was für Kleinunternehmer gilt

Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen von anderen Unternehmen annehmen können. Das gilt auch für Kleinunternehmer; ein E-Mail-Postfach genügt dafür.

Ausstellen musst du als Kleinunternehmer keine E-Rechnung. Du darfst weiter eine normale PDF oder ein Blatt Papier schicken. Mehr dazu: E-Rechnung schreiben, ohne Abo.

So sieht das in MiniBills aus

Du stellst die Steuer einmal auf „Kleinunternehmer (ohne Umsatzsteuer)“. Der Hinweis auf § 19 steht dann von selbst auf jeder Rechnung, die Summe kommt ohne Steuerzeile, und die Nummern laufen fortlaufend weiter.

MiniBills mit einer Kleinunternehmer-Rechnung: links das Formular, rechts das Blatt mit dem Hinweis auf § 19 UStG

Fehlt eine Pflichtangabe, sagt MiniBills es dir, bevor die PDF gespeichert wird. Wechselst du später zur Umsatzsteuer, stellst du das eine Feld um.

Stand: Oktober 2026. MiniBills ist ein Werkzeug, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du deinen Steuerberater oder dein Finanzamt.